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Donnerstag, 29. Juli 2010

16.05.2010

Ökumenischer Kirchentag

Der 2. ökumenische Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfand, bescherte der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling zahlreiche Dienststunden. Während des Auftakt- und Abschlussgottesdienstes stand der Planegger Rettungswagen auf der Theresienwiese in Bereitschaft. Er sollte im Falle eines Massenanfalls von Verletzten (MANV) das Transportkontingent des dort aufgebauten Behandlungsplatzes unterstützen. Am Sonntag stellte die Bereitschaft Planegg/Krailling zudem einen Teil der Helfer für das Servicezentrum Theresienwiese, in dem eine von insgesamt vier Unfallhilfsstellen untergebracht waren. Diese Unfallhilfsstellen waren für die sanitätsdienstliche Versorgung der Gottesdienstbesucher zuständig.

Am Samstagabend wurde der Rettungswagen außerdem im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe des Landkreises Starnberg nach Fürstenfeldbruck alarmiert. Im dortigen Gymnasium, das eine Massenunterkunft für 750 Teilnehmer des Kirchentages beherbergte, war bei etwa 50 Patienten Durchfall und Erbrechen aufgetreten. Die Patienten wurden von den Schnelleinsatzgruppen der Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg betreut und versorgt, zunächst 18 von ihnen mussten stationär in verschiedenen Krankenhäusern der Region behandelt werden.

Artikel Münchner Merkur

Transportkontingent des Behandlungsplatzes auf der Theresienwiese.

04.03.2010

Jahreshauptversammlung 2010

In der Jahreshauptversammlung der Rotkreuzbereitschaft Planegg/Krailling stellte der Bereitschaftsleiter Georg Voit ein intensives Programm für das Jahr 2010 vor: Es beginnt mit der Fertigstellung des im letzten Jahr begonnen Umbaus zweier Kellerräume des Rotkreuzhauses, der nur durch den eifrigen Arbeitseinsatz der Mitglieder möglich sein wird.

Des Weiteren soll die Bereitschaft dieses Jahr in die Transportkomponente der Schnelleinsatzgruppe (SEG)  München aufgenommen werden. Im Bedarfsfall kann dann der in Planegg stationierte Rettungswagen kurzfristig besetzt werden und den Regelrettungsdienst unterstützen. Dies bedeutet selbstverständlich einen erhöhten personellen Einsatz in der Zukunft.

Im Mai diesen Jahres findet über 5 Tage in München der Ökumenische Kirchentag statt. In den Würmtalgemeinden werden voraussichtlich mehrere hundert bis 1000 Gäste in Schulen übernachten. Die BRK Bereitschaft wird die medizinische Betreuung sicherstellen und sich um die kleineren und größeren Wehwehchen der Kirchentagsbesucher kümmern.

Wie teilweise auch schon in den vergangenen Jahren werden die Grundschulen in Planegg, Krailling und Gräfelfing von April bis Juni Ersthelferkurse für die 3. Und 4. Klassen anbieten. Erstmalig findet dieser Juniorhelferkurs in 3 Schulen im selben Jahr angeboten. Am 4. September findet für die Kinder auch das alljährliche Kinderfest auf dem Planegger Marktplatz statt.

Nicht zuletzt steht die intensive Planung der 100-Jahr-Feier der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling für das Jahr 2011 an, beginnend mit einem Festakt am 8.1.2011, dem Gründungstag. Für den Festbetrieb auf der Festwiese an der Semmelweisstraße in Planegg im Juni des kommenden Jahres sind für mehrere Tage kulturelle und kulinarische Höhepunkte geplant, die jedoch noch rechtzeitig bekannt gegeben werden. Der Rotkreuzbereitschaft ist es wichtig, dass sich auf dem Fest Kinder, Senioren und Familien wohlfühlen, so dass für alle etwas im Programm geboten sein wird.


14.02.2010

Würmtaler Faschingszug

Mehrere Tausend Würmtaler säumten am Faschingssonntag die Straßen von Planegg und Krailling, um den traditionellen Faschingszug zu bewundern. Insgesamt 39 Wägen und Fußgruppen nahmen daran teil. Die BRK Bereitschaft Planegg/Krailling kümmerte sich die sanitätsdienstliche Absicherung der Veranstaltung. Mit vier Fußstreifen und drei Einsatzfahrzeugen wurde der Faschingszug begleitet. Im Gegensatz zur Stimmung blieb es bei den Einsatzzahlen ruhig: es mussten lediglich Bagatellverletzungen versorgt werden.


30.12.2009

Ilse Mayr - 70 Jahre Mitglied im Roten Kreuz

1945 steht Ilse Mayr im Münchner Hauptbahnhof und weiß nicht, wohin. „Wann fährt der nächste Zug?“ Der Beamte fragt sie, wohin sie denn möchte. Da sie es nicht weiß, lässt sie sich den Fahrplan vorlesen,  „Stockdorf“ erinnert sie an ihre Heimat Namslau, „Dorf“ klingt sympathisch, und so wählt sie dieses Ziel.

Ilse Mayr ist am 19.6.1923 im schlesischen Allerheiligen, Kreis Namslau, östlich von Breslau geboren. Mit 16 Jahren wird sie Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes, denn schon die Mutter war dort aktiv, und Ilse Mayr findet Gefallen an der Gemeinschaft. Heuer feiert sie ihre 70-jährige Mitgliedschaft im Roten Kreuz. Und bis heute sieht man sie aktiv bei Festumzügen und Ehrengedenken der Rotkreuzbereitschaft Planegg/Krailling teilnehmen. Für die jungen Mitglieder ist ihre Geschichte sehr beeindruckend, denn die alte Dame hat mit viel Kraft und Zähigkeit ihr hartes Leben gemeistert.

So wurde sie 1942 als junge Frau vom DRK eingezogen und musste 1944 in den Kriegsdienst, wo sie am Flugabwehrradar ausgebildet wurde. Mit vielen anderen Frauen kam sie über Krems und Steir nach Linz. Weitere Stationen führten sie 1945 als Flüchtling ins Sudetenland und schließlich nach Bayern. Ohne Verwandte kam sie in Krailling an und machte sich auf die Suche nach einer Bleibe und nach Arbeit.  „Gehen Sie erst einmal zum Bader Seppl“, das war der Altbürgermeister Josef Bader, „der wird ihnen weiterhelfen“, sagte man ihr. Bald fand sie sich im Sägewerk Linner wieder, wo sie ein warmes Bett und einen heißen Kaffee bekam. Frau Linner empfahl ihr, sie solle im Waldsanatorium nach Arbeit fragen. Und obgleich dort schon viele Flüchtlinge Unterschlupf gefunden hatten, fand man auch für Ilse Mayr einen Platz. „Ich habe dort erstmal 10 Knödel gegessen, der ganze Tisch hörte auf zu essen, und sah mir zu“, erzählt sie heute.

Kurz darauf wurden mit Hilfe des Roten Kreuzes auch ihre Eltern gefunden, denen sie auf dem Gelände des Waldsanatoriums eine Unterkunft verschaffen konnte. Um nun den Küchenbauer bezahlen zu können, fertigte sie in Heimarbeit hunderte von Papierblumen an, das Stück für einen Pfennig. Denn im Waldsanatorium hatte sie ihren zukünftigen Mann kennen gelernt, und nun brauchte sie eine Küche. Der Küchenbauer war selbst ein Flüchtling gewesen und hatte Mitleid mit ihr, so baute er ihr eine Küche für 500 Mark. Schon beim ersten Besuch gab sie ihm 250 Mark, und er gestand ihr Jahre später, dass er mit 5-Mark-Raten gerechnet hätte, und ungeheuer beeindruckt gewesen wäre von ihrem Fleiß. 1949 heiratete sie, 1956 brachte sie ihre Tochter Elisabeth zur Welt. Heute hat sie drei Enkelkinder und 2 Urenkel. „Mir ist es trotz allem immer noch gut gegangen“, sagt Ilse Mayr rückblickend, „andere hatten es viel schlechter.“

Die Rotkreuzbereitschaft Planegg/ Krailling ist sehr stolz auf ihr ältestes Mitglied – und angesichts des hohen Alters, das ihre Eltern erreichten, die Mutter wurde 93 und der Vater 94 Jahre alt, dürfen sie sich wohl noch auf noch ein paar Jahre Gemeinschaft mit Ilse Mayr freuen.

Artikel Münchner Merkur

29.09.2009

Wiesndienst 2009

Am zweiten Wiesnmontag besetzte die Bereitschaft Planegg/Krailling zusammen mit Helfern aus Neuperlach, Gauting und Starnberg sowie Kollegen des österreichischen Roten Kreuzes die Sanitätswache auf dem Oktoberfest. Von den insgesamt 92 Helfern wurden im Laufe des Tages 339 Patienten versorgt. Die Mehrzahl davon waren Hilfeleistungen (170, z.B. Bagatellverletzungen) und ärztliche Versorgungen (169). Die insgesamt sieben Tragenteams rückten zu 78 Einsätzen aus. Gegenüber dem letzten Jahr war ein leichter Rückgang der Einsätze zu verzeichnen, der Wachverlauf war in der Summe ruhig. Erwähnenswert war jedoch eine Schußverletzung, die einer Schießbudenbeteiberin von einem ihrer Kunden zugefügt wurde.

SZ: Australier schießt auf Schießbudenbetreiberin


09.09.2009

Kinderfest am Marktplatz

Schulsanitäter leisten Erste Hilfe bei einem nachgestellten Fahrradsturz.

Am 5. September 2009 fand das traditionelle Kinderfest der Rotkreuz-Bereitschaft Planegg/Krailling am Planegger Marktplatz statt. Neben der beliebten Bockerlbahn, dem Biertragl-Klettern und dem Kinderkarussell kam heute erstmals die Clownfrau „Frau Rund“. Sie zeigte allerhand Kunststücke: so jonglierte sie mit echten Eiern, die ein Zuschauerkind in der Pfanne fangen musste. Dabei rief sie “Gell, das braune sollst Du fangen!“ – dabei waren alle Eier braun. Dann balancierte sie schwankend auf einem Hochseil, das von einem Jungen gehalten wurde und welches sich als Gummiband herausstellte. Ein starker Papa musste sie tatsächlich hochheben, was sie mit vorlauten Bemerkungen kommentierte. Alle Kinder hatten besonderen Spaß mit „Frau Rund“.

Die neu ausgearbeitete BRK-Rallye fand ebenfalls großen Anklang und mehrere Eltern sah man ihren Kindern bei den Fragen zur Seite stehen: “Wer kann die 7 Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung benennen?“ oder „Wie heißt der Bereitschaftsleiter der Bereitschaft Planegg/ Krailling?“ waren nur einige der Fragen, die beantwortet werden sollten. Schließlich wurde an zwei Fallbeispielen demonstriert, wie Schulsanitäter Verletze bei einem Fahrradunfall und bei einer Unterarmverbrennung versorgen, tatkräftig unterstützt von der Mannschaft des First Responders. Hierzu wurden junge Helfer aus der Gautinger Bereitschaft realistisch als Verletzte geschminkt.

Trotz des anfangs etwas unsicheren Wetters war das Fest heuer wieder sehr gut besucht. So wurden 670 der 1000 Tombolalose verkauft, von denen jedes einen Gewinn einbrachte. Bei kühlen Temperaturen wurden alle 80 Hamburger verspeist, zudem 21 kg Bratwürste und 15 kg Halsgrat. Auch von den ca. 13 Kuchen, welche die Mitglieder des BRK selbst gemacht hatten, blieben nur Krümel übrig.


26.08.2009

Schwerer Verkehrsunfall in Planegg – First Responder sichert wichtige Minuten

Foto: Feuerwehr Planegg

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 26.08.2009 ereignete sich in der Planegger Bahnhofstraße ein schwerer Verkehrsunfall. Ein PKW kollidierte auf Höhe der Bräuhausstraße mit einem Linienbus. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der PKW gegen eine Betonsäule geschleudert, wobei der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde.

 

Der First Responder der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling traf nur 3 Minuten nach Alarmierung an der Unfallstelle ein. Die Freiwillige Feuerwehr Planegg war bereits vor Ort und hatte die Erstversorgung des Patienten übernommen. Die Feuerwehr musste zunächst mit hydraulischen Rettungsgeräten einen Zugang zum Patienten schaffen, damit dieser vom Rettungsdienst versorgt werden konnte. Sechs Minuten nach dem Eintreffen des First Responders traf der Rettungswagen der BRK-Rettungswache München-Pasing ebenfalls an der Unfallstelle ein.

Foto: Feuerwehr Planegg

Nach Erstversorgung und  Kreislaufstabilisierung des Patienten konnte die Befreiung aus dem Fahrzeugwrack vorgenommen werden. Anschließend wurde der Fahrzeuglenker mit einer Schaufeltrage vom Fahrzeugsitz  auf die Trage des Notarztwagens der Berufsfeuerwehr München, welcher ebenfalls alarmiert worden war,  transportiert. Nach weiterer Versorgung im Notarztwagen wurde der Patient in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Artikel Münchner Merkur


29.07.2009

Gemeinde Planegg hilft Leben retten: öffentliche Gebäude werden mit AEDs ausgestattet

Planeggs erste Bürgermeisterin Annemarie Detsch bei der Übergabe des AEDs im Rathaus.

In einem gemeinsam erarbeiteten Projekt der Gemeinde Planegg und der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling sind nun sieben öffentliche, stark frequentierte Gebäude im Ortsgebiet mit automatischen externen Defibrillatoren (kurz: AED) ausgestattet worden.

Mit diesen Geräten können auch Laien das tödliche Herzkammerflimmern durchbrechen und damit Leben retten. Der sogenannte „plötzliche Herztod“ ist jährlich bei ca. 130.000 Menschen in der Bundesrepublik Todesursache und steht damit ganz weit oben auf der Liste der häufigsten Ursachen.

Bei der Verwendung des Gerätes vom Typ Lifepak 1000 können keine Fehler gemacht werden. Ein Display zeigt in Piktogrammen die Maßnahmen, welche durchzuführen sind und eine Stimme gibt dies auch akustisch wieder. Laut Georg Voit, Bereitschaftsleiter aus Planegg „Ist es unser größtes Ziel alle Leute zu sensibilisieren und keine Angst davor zu haben Hilfe zu leisten“

Die weitere Betreuung der sieben Geräte, welche einen Anschaffungspreis von insgesamt 22.000 Euro hatten, wird durch die BRK Bereitschaft Planegg/Krailling  übernommen. Die Geräte sind an folgenden Standorten installiert:

  • Rathaus Planegg
  • Polizei Planegg
  • Beide Turnhallen am Feodor-Lynen-Gymnasium
  • Kupferhaus
  • Wertstoffhof
  • Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Artikel Münchner Merkur