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Dienstag, 17. Oktober 2017

30.12.2009

Ilse Mayr - 70 Jahre Mitglied im Roten Kreuz

1945 steht Ilse Mayr im Münchner Hauptbahnhof und weiß nicht, wohin. „Wann fährt der nächste Zug?“ Der Beamte fragt sie, wohin sie denn möchte. Da sie es nicht weiß, lässt sie sich den Fahrplan vorlesen,  „Stockdorf“ erinnert sie an ihre Heimat Namslau, „Dorf“ klingt sympathisch, und so wählt sie dieses Ziel.

Ilse Mayr ist am 19.6.1923 im schlesischen Allerheiligen, Kreis Namslau, östlich von Breslau geboren. Mit 16 Jahren wird sie Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes, denn schon die Mutter war dort aktiv, und Ilse Mayr findet Gefallen an der Gemeinschaft. Heuer feiert sie ihre 70-jährige Mitgliedschaft im Roten Kreuz. Und bis heute sieht man sie aktiv bei Festumzügen und Ehrengedenken der Rotkreuzbereitschaft Planegg/Krailling teilnehmen. Für die jungen Mitglieder ist ihre Geschichte sehr beeindruckend, denn die alte Dame hat mit viel Kraft und Zähigkeit ihr hartes Leben gemeistert.

So wurde sie 1942 als junge Frau vom DRK eingezogen und musste 1944 in den Kriegsdienst, wo sie am Flugabwehrradar ausgebildet wurde. Mit vielen anderen Frauen kam sie über Krems und Steir nach Linz. Weitere Stationen führten sie 1945 als Flüchtling ins Sudetenland und schließlich nach Bayern. Ohne Verwandte kam sie in Krailling an und machte sich auf die Suche nach einer Bleibe und nach Arbeit.  „Gehen Sie erst einmal zum Bader Seppl“, das war der Altbürgermeister Josef Bader, „der wird ihnen weiterhelfen“, sagte man ihr. Bald fand sie sich im Sägewerk Linner wieder, wo sie ein warmes Bett und einen heißen Kaffee bekam. Frau Linner empfahl ihr, sie solle im Waldsanatorium nach Arbeit fragen. Und obgleich dort schon viele Flüchtlinge Unterschlupf gefunden hatten, fand man auch für Ilse Mayr einen Platz. „Ich habe dort erstmal 10 Knödel gegessen, der ganze Tisch hörte auf zu essen, und sah mir zu“, erzählt sie heute.

Kurz darauf wurden mit Hilfe des Roten Kreuzes auch ihre Eltern gefunden, denen sie auf dem Gelände des Waldsanatoriums eine Unterkunft verschaffen konnte. Um nun den Küchenbauer bezahlen zu können, fertigte sie in Heimarbeit hunderte von Papierblumen an, das Stück für einen Pfennig. Denn im Waldsanatorium hatte sie ihren zukünftigen Mann kennen gelernt, und nun brauchte sie eine Küche. Der Küchenbauer war selbst ein Flüchtling gewesen und hatte Mitleid mit ihr, so baute er ihr eine Küche für 500 Mark. Schon beim ersten Besuch gab sie ihm 250 Mark, und er gestand ihr Jahre später, dass er mit 5-Mark-Raten gerechnet hätte, und ungeheuer beeindruckt gewesen wäre von ihrem Fleiß. 1949 heiratete sie, 1956 brachte sie ihre Tochter Elisabeth zur Welt. Heute hat sie drei Enkelkinder und 2 Urenkel. „Mir ist es trotz allem immer noch gut gegangen“, sagt Ilse Mayr rückblickend, „andere hatten es viel schlechter.“

Die Rotkreuzbereitschaft Planegg/ Krailling ist sehr stolz auf ihr ältestes Mitglied – und angesichts des hohen Alters, das ihre Eltern erreichten, die Mutter wurde 93 und der Vater 94 Jahre alt, dürfen sie sich wohl noch auf noch ein paar Jahre Gemeinschaft mit Ilse Mayr freuen.

Artikel Münchner Merkur

09.09.2009

Kinderfest am Marktplatz

Schulsanitäter leisten Erste Hilfe bei einem nachgestellten Fahrradsturz.

Am 5. September 2009 fand das traditionelle Kinderfest der Rotkreuz-Bereitschaft Planegg/Krailling am Planegger Marktplatz statt. Neben der beliebten Bockerlbahn, dem Biertragl-Klettern und dem Kinderkarussell kam heute erstmals die Clownfrau „Frau Rund“. Sie zeigte allerhand Kunststücke: so jonglierte sie mit echten Eiern, die ein Zuschauerkind in der Pfanne fangen musste. Dabei rief sie “Gell, das braune sollst Du fangen!“ – dabei waren alle Eier braun. Dann balancierte sie schwankend auf einem Hochseil, das von einem Jungen gehalten wurde und welches sich als Gummiband herausstellte. Ein starker Papa musste sie tatsächlich hochheben, was sie mit vorlauten Bemerkungen kommentierte. Alle Kinder hatten besonderen Spaß mit „Frau Rund“.

Die neu ausgearbeitete BRK-Rallye fand ebenfalls großen Anklang und mehrere Eltern sah man ihren Kindern bei den Fragen zur Seite stehen: “Wer kann die 7 Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung benennen?“ oder „Wie heißt der Bereitschaftsleiter der Bereitschaft Planegg/ Krailling?“ waren nur einige der Fragen, die beantwortet werden sollten. Schließlich wurde an zwei Fallbeispielen demonstriert, wie Schulsanitäter Verletze bei einem Fahrradunfall und bei einer Unterarmverbrennung versorgen, tatkräftig unterstützt von der Mannschaft des First Responders. Hierzu wurden junge Helfer aus der Gautinger Bereitschaft realistisch als Verletzte geschminkt.

Trotz des anfangs etwas unsicheren Wetters war das Fest heuer wieder sehr gut besucht. So wurden 670 der 1000 Tombolalose verkauft, von denen jedes einen Gewinn einbrachte. Bei kühlen Temperaturen wurden alle 80 Hamburger verspeist, zudem 21 kg Bratwürste und 15 kg Halsgrat. Auch von den ca. 13 Kuchen, welche die Mitglieder des BRK selbst gemacht hatten, blieben nur Krümel übrig.

26.08.2009

Schwerer Verkehrsunfall in Planegg – First Responder sichert wichtige Minuten

Foto: Feuerwehr Planegg

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 26.08.2009 ereignete sich in der Planegger Bahnhofstraße ein schwerer Verkehrsunfall. Ein PKW kollidierte auf Höhe der Bräuhausstraße mit einem Linienbus. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der PKW gegen eine Betonsäule geschleudert, wobei der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde.

 

Der First Responder der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling traf nur 3 Minuten nach Alarmierung an der Unfallstelle ein. Die Freiwillige Feuerwehr Planegg war bereits vor Ort und hatte die Erstversorgung des Patienten übernommen. Die Feuerwehr musste zunächst mit hydraulischen Rettungsgeräten einen Zugang zum Patienten schaffen, damit dieser vom Rettungsdienst versorgt werden konnte. Sechs Minuten nach dem Eintreffen des First Responders traf der Rettungswagen der BRK-Rettungswache München-Pasing ebenfalls an der Unfallstelle ein.

Foto: Feuerwehr Planegg

Nach Erstversorgung und  Kreislaufstabilisierung des Patienten konnte die Befreiung aus dem Fahrzeugwrack vorgenommen werden. Anschließend wurde der Fahrzeuglenker mit einer Schaufeltrage vom Fahrzeugsitz  auf die Trage des Notarztwagens der Berufsfeuerwehr München, welcher ebenfalls alarmiert worden war,  transportiert. Nach weiterer Versorgung im Notarztwagen wurde der Patient in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Artikel Münchner Merkur

29.07.2009

Gemeinde Planegg hilft Leben retten: öffentliche Gebäude werden mit AEDs ausgestattet

Planeggs erste Bürgermeisterin Annemarie Detsch bei der Übergabe des AEDs im Rathaus.

In einem gemeinsam erarbeiteten Projekt der Gemeinde Planegg und der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling sind nun sieben öffentliche, stark frequentierte Gebäude im Ortsgebiet mit automatischen externen Defibrillatoren (kurz: AED) ausgestattet worden.

Mit diesen Geräten können auch Laien das tödliche Herzkammerflimmern durchbrechen und damit Leben retten. Der sogenannte „plötzliche Herztod“ ist jährlich bei ca. 130.000 Menschen in der Bundesrepublik Todesursache und steht damit ganz weit oben auf der Liste der häufigsten Ursachen.

Bei der Verwendung des Gerätes vom Typ Lifepak 1000 können keine Fehler gemacht werden. Ein Display zeigt in Piktogrammen die Maßnahmen, welche durchzuführen sind und eine Stimme gibt dies auch akustisch wieder. Laut Georg Voit, Bereitschaftsleiter aus Planegg „Ist es unser größtes Ziel alle Leute zu sensibilisieren und keine Angst davor zu haben Hilfe zu leisten“

Die weitere Betreuung der sieben Geräte, welche einen Anschaffungspreis von insgesamt 22.000 Euro hatten, wird durch die BRK Bereitschaft Planegg/Krailling  übernommen. Die Geräte sind an folgenden Standorten installiert:

  • Rathaus Planegg
  • Polizei Planegg
  • Beide Turnhallen am Feodor-Lynen-Gymnasium
  • Kupferhaus
  • Wertstoffhof
  • Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Artikel Münchner Merkur

29.09.2009

Wiesndienst 2009

Am zweiten Wiesnmontag besetzte die Bereitschaft Planegg/Krailling zusammen mit Helfern aus Neuperlach, Gauting und Starnberg sowie Kollegen des österreichischen Roten Kreuzes die Sanitätswache auf dem Oktoberfest. Von den insgesamt 92 Helfern wurden im Laufe des Tages 339 Patienten versorgt. Die Mehrzahl davon waren Hilfeleistungen (170, z.B. Bagatellverletzungen) und ärztliche Versorgungen (169). Die insgesamt sieben Tragenteams rückten zu 78 Einsätzen aus. Gegenüber dem letzten Jahr war ein leichter Rückgang der Einsätze zu verzeichnen, der Wachverlauf war in der Summe ruhig. Erwähnenswert war jedoch eine Schußverletzung, die einer Schießbudenbeteiberin von einem ihrer Kunden zugefügt wurde.

SZ: Australier schießt auf Schießbudenbetreiberin

07.07.2009

Heißes Einsatz-Wochenende

Das vergangene Wochenende brachte eine Rekordzahl an Einsätzen für den First Responder der Rotkreuzbereitschaft Planegg/Krailling: in nur 24 Stunden, von Freitag 19 Uhr an, wurde er zu 12 Einsätze gerufen. Die Hilfe der beiden Rettungsfahrer Alexandra Pickel und Georg Voit wurde u.a. bei einem Gasalarm in Krailling benötigt. Danach wurden sie zu einer Schlägerei in der Bahnhofstraße in Planegg gerufen, ein weiterer Patient hatte einen Schlaganfall und wieder ein anderer war in einer Apotheke mit einer Tablettenintoxikation kollabiert. Mehrere kleinere Einsätze weniger spektakulärer Art kamen hinzu. Weitere Einsatzorte für die Sanitäter aus Planegg und Krailling waren an diesem Wochenende das Kultart-Festival in Krailling sowie  das REWE Family Sommerfest auf der Theresienwiese.

16.06.2009

3333. Einsatz für den First Responder: Geburt im Auto

Der Einsatz mit der Schnapszahl 3333 sollte für den First Responder der Rotkreuz Bereitschaft Planegg/Krailling etwas Besonderes sein: das Meldebild der Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck lautete "Geburt im Auto". Der First Responder Dienst wird von der BRK Bereitschaft seit 1996 ehrenamtlich betrieben und rückt während der Dienstzeiten immer dann aus, wenn ein Notarzt alarmiert wird oder ein Rettungswagen aus größerer Entfernung anfahren muss. Der First Responder leistet qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und unterstützt diesen dann bei seiner Arbeit. Dass diese schnelle Hilfe lebensrettend sein kann hat sich in der Vergangenheit oft genug erwiesen. Durch die im Gemeindegebiet Planegg und Krailling wohnenden Rotkreuz-Helfer sind kurze Anfahrtszeiten garantiert.

So auch am vergangenen Dienstag, dem 16. Juni, um 22:26 Uhr. Notarzt und First Responder wurden zu einer bereits einsetzenden Geburt in einem Auto in die Sanatoriumsstraße gerufen. Die werdende Mutter war mit dem Vater auf dem Weg ins Klinikum Großhadern, als es das Kind nicht mehr erwarten konnte und die Geburt bereits in Planegg begann. Bereits nach fünf Minuten traf der First Responder am Einsatzort ein und unterstützte mit dem weitere vier Minuten später eintreffenden Notarzt die Mutter bei der Geburt. Diese gestaltete sich jedoch aufgrund einer Fehllage des Kindes schwierig. Nach etwa einer viertel Stunde war das Kind auf der Welt und konnte vom Notarzt stabilisiert werden, während die frischgebackene Mutter vom First Responder versorgt wurde. Zur weiteren Behandlung wurden Mutter und Kind vom Rettungsdienst in Münchner Kliniken gebracht, beide sind aber wohlauf. Insgesamt hatte der First Responder Planegg/Krailling dieses Jahr bereits 175 Einsätze - wenn auch nicht alle so außergewöhnlich wie dieser.

08.06.2009

Spannender Tag für Groß und Klein

Der Rettungswagen der Bereitschaft Planegg/Krailling besuchte am vergangenen Freitag das Kinderhaus am Klinikum Pasing. Dort wurde er bereits von 28 Kindern und deren Betreuern erwartet. Die Kinder durften den Rettungswagen begutachten und bekamen vom Rettungssanitäter alles erklärt. Der Sanitäter erklärte, wie die verschiedenen Materialien eingesetzt werden und dass es für Kinder einen speziellen Koffer gibt, mit denen die kleinen Patienten behandelt werden. Anschließend durften sich die Kinder noch ins Führerhaus setzen. Es war ein spannender Tag, an dem nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen viel lernten.

24.05.2009

600-Jahr-Feier PLANEGG

Historische Rädertrage

Planegg feierte sein 600-jähriges Jubiläum - und die BRK Bereitschaft Planegg/Krailling sorgte für das Wohlergehen der Festbesucher. Während der Festwoche vom 16. bis 24. Mai im Planegger Ortsteil Steinkirchen wurden sämtliche Veranstaltungen von der Bereitschaft sanitätsdienstlich betreut, beispielsweise die Konzerte von Haindling und der Ersten Allgemeinen Verunsicherung aber auch der Festbetrieb mit der Münchner Zwietracht und der Blechblos'n. In der Sanitätsstation, bestehend aus Sanitätscontainer und Behandlungszelt, wurden insgesamt 76 Patienten versorgt, die meisten jedoch mit Bagatellverletzungen wie beispielsweise Schürfwunden oder Blasen.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Eich und ein großer Festzug mit etwa 1500 Teilnehmern. Insgesamt 26 Helfer der BRK Bereitschaften Planegg/Krailling und Gauting sowie der Malteser Gräfelfing waren für die Absicherung dieser Veranstaltung im Einsatz. Aufgrund der schwül-warmen Witterung mussten bereits während des Gottesdienstes einige Patienten mit Kreislaufbeschwerden versorgt werden. Während des Festzuges wurden an die Teilnehmer Getränke verteilt. Neben den Fahnenabordnungen der BRK Bereitschaften Planegg/Krailling und Gauting nahmen Sanitätern in historischen Uniformen, eine vom Rotkreuzmuseum zur Verfügung gestellte Rädertrage sowie der inzwischen 25 Jahre alte ehemalige Rettungswagen der Bereitschaft am Festzug teil.

12.05.2009

Verkaufsoffener Sonntag und Jugendinfotag in Krailling

Am 10. Mai 2009 präsentierte sich die Bereitschaft Planegg/Krailling im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags und des Jugendinfotages in Krailling der Öffentlichkeit. Rettungswagen, Mannschaftstransportwagen und First Responder Fahrzeug konnten von interessierten Besuchern besichtigt werden. Die Mitglieder der Bereitschaft erklärten die Ausstattung und Funktion der Einsatzfahrzeuge.

An einer Puppe wurden Fallbeispiele und wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen demonstriert. Anschließend durfte, wer wollte, auch selbst einmal üben und seine teilweise schon etwas veralteten Erste-Hilfe-Kenntnisse wieder auffrischen. Vor dem Rettungswagen wurden die Funktionen der Absaugpumpe, des EKG/Defibrillators und des Beatmungsgeräts genauer erklärt. An einem Modell konnten sämtliche menschliche Organe angeschaut und angefasst werden und so mancher war recht erstaunt, wie groß doch eine Leber im Vergleich zum Magen ist. Das Angebot zu üben und Fragen zu stellen wurde von den Besuchern zahlreich genutzt und auch die Jüngeren kamen mit ihren Fragen über Blaulicht und die Höchstgeschwindigkeit des Rettungswagens nicht zu kurz. Die sanitätsdienstliche Absicherung, welche die Bereitschaft zusätzlich zur Öffentlichkeitsarbeit leistete, musste trotz des warmen Wetters nur Bagatellverletzungen behandeln.

20.03.2009

Nachwuchs für Schulsanitäter

Die Schulsanitäter des Feodor-Lynen-Gymnasiums (FLG) erhalten Nachwuchs. Startend mit dem heutigen Projekttag des Gymnasiums werden 32 neue Schulsanitäter von der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling zum Ersthelfer ausgebildet. Neben den lebensrettenden Sofortmaßnahmen lernen die angehenden Sanitäter in diesem Kurs alles über die Erstversorgung von inneren Erkrankungen,  Knochenbrüchen und Gelenkverletzungen, Verbrennungen und Verbrühungen, Vergiftungen sowie die Wichtigkeit der psychischen Betreuung.

13.02.2009

First Responder Bilanz 2008

Im Rahmen eines Emfangs für Gemeindevertreter und Mitglieder der BRK Bereitschaft Planegg/Krailling stellte der neu gewählte Bereitschaftsleiter Georg Voit die First Responder Einsatzbilanz des Jahres 2008 vor. Insgesamt stieg die Gesamtzahl der Einsätze von 226 im Jahr 2007 auf 375 im Jahr 2008. Von 9 First Responder Fahrern wurden in 5688 Bereitschaftsstunden somit durchschnittlich 1,03 Einsätze pro Tag absolviert. Bei 65% der Einsätze war ein Zeitvorteil gegenüber dem Rettungsdienst gegeben.

05.02.2009

Neuer Bereitschaftsleiter gewählt

In der Jahreshauptversammlung am 5.2.2009 wählte die Bereitschaft des Roten Kreuzes Planegg/Krailling Georg Voit zu ihrem neuen Bereitschaftsleiter, der mit 22 Jahren der jüngste seit mindestens 40 Jahren in diesem Amt ist. Voit ist seit 13 Jahren Mitglied des Roten Kreuzes. Er absolvierte 2002 seinen Abschluss als Rettungssanitäter, im gleichen Jahr wurde er Fluggerätemechaniker bei Aero-Bildung in Oberpfaffenhofen. Im Jahr 2007 bis 2008 besuchte er die Berufsoberschule in München, die er mit dem Fachabitur abschloss. Seitdem ist er Student für Betriebswirtschaftslehre. Voit hatte einen Gegenkandidaten und wurde mit überragenden 34 von 36 Stimmen gewählt.

Seine Wahl bedeutet für die Bereitschaft eine Kontinuität der bisherigen Führung, da er seit 4 Jahren die Aufgabe des Stellvertreters des bisherigen Bereitschaftsleiters Roman Dreesbach innehatte. So bedankte er sich nach seiner Wahl auch bei diesem für die große Freiheit, welche dieser ihm bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben gewährt hat. "Ich habe von dir viel gelernt und würde mich freuen, wenn das bewährte Führungsteam mir auch in Zukunft zur Seite steht." Der 36jährige Roman Dreesbach, von Beruf Kachelofen- und Luftheizungsbauer,  stellte sich nach 8 Jahren Bereitschaftsleiter nicht mehr zur Verfügung.

Während seiner Amtszeit hat er ein sehr großes persönliches Engagement gezeigt, mit welchem er mehrere große Projekte für die Bereitschaft zum Erfolg führen konnte: so hat er sich für den Erhalt und die Renovierung des Rotkreuzhauses in der Germeringerstraße eingesetzt, die 2004 mit Ausnahme des Kellers abgeschlossen wurde.  Ebenfalls im Jahr 2004 wurden der neue Rettungswagen sowie der neue First Responder mit finanzieller Unterstützung des Münchner Kreisverbandes sowie mit Zuschüssen der Gemeinden gekauft. Schließlich betont Dreesbach in seinem Rückblick, dass sich die Zahl der aktiven Mitglieder in seiner Zeit auf ca. 60 verdoppelt hätte. Er ist ferner Mitbegründer des Fördervereines der Bereitschaft.

Dreesbach, der seit 1990 Mitglied des BRK ist, wurde vor seiner Zeit als Bereitschaftsleiter auf sein Amt ebenfalls als Stellvertreter des damaligen Leiters Robert Voit von 1999 bis 2001 hingeführt. Seit 2001 hatte er das Amt des Bereitschaftsleiters, des Kreisbereitschaftsjugendwartes und des Bezirksjugendwartes inne, seit 2003 auch das des Landesjugendwartes. Jetzt wird er weiterhin in der Führungsausbildung tätig sein und sich im Festausschuss zur 100-Jahr-Feier im Jahr 2011 betätigen. Nicht zuletzt sein Privatleben sei in den vergangenen Jahren etwas zu kurz gekommen, gibt er zu bedenken, "denn man ist täglich mit dem Roten Kreuz beschäftigt, und man weiß das auch und tut es gerne, wenn man sich für diese Aufgabe entscheidet."

Weniger spektakulär, aber mit großer Begeisterung wurde der neue Jugendwart Markus Englmeier begrüßt, der schon vor wenigen Tagen von der Bereitschaftsjugend gewählt worden war. Mit 260 Einsatzstunden im Sanitätsdienst ist er der Spitzenreiter des vergangenen Jahres. Besonders betont wurde von der Bereitschaftsleitung die Anschaffung von 7 AED-Geräten durch die Gemeinde Planegg. Diese Defibrillatoren werden in zwei verschiedenen Hallen im Feodor-Lynen-Gymnasiums, in der neuen Aula "Kupferhaus", in der Gemeinde Planegg, am Wertstoffhof, bei der Polizei und im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Martinsried angebracht. Dabei übernimmt in Zukunft das BRK die Betreuung und Wartung der Geräte. Bei Einsätzen im Kupferhaus freut man sich über den neu eingerichteten Sanitätsraum.

Mehrere Aufgaben erwarten die Rotkreuz-Bereitschaft im neuen Jahr. Eine besondere Herausforderung wird die 600-Jahr-Feier Planegg sein, zu der eine ständige Station der Rotkreuzler geplant wird, und auch am Festzug selbst wird sich die Bereitschaft mit ihren Mitgliedern beteiligen. Auch die weiterhin steigende Zahl der First-Responder-Einsätze gilt es zu meistern, ebenso wird sich die Bereitschaft möglicherweise bald auch an SEG-Einsätzen ("Schnelle Einsatzgruppe") in München beteiligen, nachdem sie schon in Starnberg-Nord mitbeteiligt ist. Und nicht zuletzt wartet der Keller des Rotkreuz-Hauses noch auf eine Renovierung. "Dazu werden wir bald alle Mitglieder auffordern, sich persönlich ein paar Stunden am Räumen zu beteiligen. So werden wir das schon schaffen!", versichert der Bereitschaftsleiter.